Künstlerinformationen

Sea Girls

Single: "Sick"
Album: "Homesick" VÖ: 14.01.22

Polydor | Universal


Nachdem ihr Debütalbum im Sommer letzten Jahres auf Anhieb die Top-3 der britischen Albumcharts aufmischen konnte, kündigen Sea Girls nun den Nachfolger an: Homesick wird das zweite Studioalbum der Briten heißen, das am 14. Januar 2022 bei Polydor erscheint. Mit „Sick“ gibt’s schon jetzt einen ersten Vorgeschmack.

Nach dem grandiosen Auftakt – erst auf der „Sound of 2019“-Liste der BBC, dann das Top-3-Debütalbum vor exakt einem Jahr – steuern Sea Girls mit viel Rückenwind aufs neue Album Homesick zu: 11 brandneue Songs von Henry Camamile, Rory Young, Andrew Dawson und Oli Khan soll der Nachfolger vereinen, 11 Beweise dafür, wie umwerfend Indie- bzw. Gitarrenpop im Königreich aktuell klingen kann – wobei die Jungs obendrein noch zwei Bonustracks für die zeitgleich erscheinende Deluxe-Edition (13 Tracks) eingespielt haben. 

Das neue Album ist auch deshalb ein sehr persönliches Werk, weil Sänger Henry Camamile zwischenzeitlich in seinen Heimatort in Lincolnshire zurückkehrte (sobald die zurückgehenden Infektionszahlen das zuließen), um sich dort intensiv mit der eigenen Vergangenheit auseinanderzusetzen – was schöne und auch weniger schöne Erinnerungen hervorrief, wie er verrät. Ein reinigender Prozess, dessen Einsichten der Sänger in unmissverständliche Worte kleidet: Nichts ist zwischen den Zeilen versteckt, sein Storytelling ist immer direkt und unverblümt. Obwohl im Verlauf des Albums immer wieder düstere Momente aus der Vergangenheit aufblitzen, klingt es insgesamt absolut ausgelassen, durchzogen von einem Gefühl der Erleichterung – ja, sogar der Dankbarkeit dafür, das alles durchgemacht und irgendwie überlebt zu haben. Unterfüttert und verschnürt sind seine Lyrics mit reichlich Hooks, wobei Sea Girls unterm Strich sehr viel reifer klingen als zuvor, ihr ganzer Sound insgesamt satter, selbstbewusster, ambitionierter wirkt. 

Zwar stellten sie ihrem angestammten Produzenten Larry Hibbitt gleich drei Grammy-Gewinner als Co-Producer an die Seite – Jacknife Lee, Jonny Coffer und Cass Lowe –, doch blieb es für dieses Produktions-Dreamteam pandemiebedingt bei einer Fernbeziehung: „Man muss sich das so vorstellen, dass wir im Studio im verregneten Brixton saßen, während unsere Produzenten aus der Ferne zugeschaltet waren: Die nämlich saßen im kalifornischen Topanga Canyon“, erzählt Henry. „Dieses Aufeinandertreffen verschiedener Welten, dieser Clash macht auch den Sound und die ganze DNA des neuen Albums aus. So zu arbeiten, teilweise digital und über eine Distanz von 5.000 Meilen, das war eine echt verrückte Idee, die eigentlich auch gar nicht hätte funktionieren sollen – hat es aber dann doch.“ 

Die erste Single „Sick“ wurde von Arlo Parks im Programm von BBC Radio 1 bereits als „Hottest Record“ vorgestellt; auf die Radio- folgte auch schon die Live-Premiere des Stücks beim Latitude Festival, wo Sea Girls das Publikum vor der Hauptbühne zum Ausrasten brachten. 

„Im Verlauf von ‘Sick’ liste ich einfach mal all die ganzen Sachen auf, die mich ankotzen… ich lasse ein bisschen Selbstmitleid raus. Es ist ein Song übers Erwachsen werden, über die Einsicht, dass ich einfach echt kein Kind mehr bin. Ich sitze also da in meinem alten Zimmer und schimpfe einfach drauflos, lasse alles raus, lasse mich immer tiefer fallen in dieses Loch, in dieses Angepisst sein“, so Henry über die Single. „Ich teile da echt gegen alles Mögliche aus – angefangen bei Sachen, die ich früher wahnsinnig toll fand, bis hin zu Dingen, die ich jetzt als komplett überflüssig und sinnentleert einstufen würde… den ganzen Konsum und das ewige Einkaufen zum Beispiel. All diese Gefühle türmen sich da auf, und ich will letztlich eine Art Neustart – was ja ein vollkommen kindischer Lösungsvorschlag ist.“

„Das war ein echter Wendepunkt beim Schreiben dieses Albums, denn ab da ging es in den Songs eher darum, wie ich mich um das Schicksal anderer sorge und um die Frage, wie sie sich wohl fühlen. Es war also der Punkt, ab dem ich klarer das Gesamtbild erkennen konnte, um das es mir ging. Ich kann wirklich fühlen, wie ich im Verlauf dieses Songs reifer und erwachsener geworden bin“, sagt er weiter über „Sick“.

Sea Girls, deren Name auf einem Missverständnis basiert und die längst zu den aufregendsten Gitarrenbands der aktuellen UK-Musiklandschaft zählen, machen extrem eingängigen Indie-Pop: Mitsing-Hymnen sind ihr Metier, was sie in diesem Sommer auch wieder bei ausgewählten Riesen-Festivals in England unter Beweis stellen dürfen. 

Gefeiert für ihre wilden, extrem schweißtreibenden Live-Shows, sind sie diesen Monat der viertgrößte Act bei den großen Festivals in Reading & Leeds – nur die Namen von Catfish and The Bottlemen, Sam Fender und Aitch stehen in noch größeren Buchstaben im Programm der Hauptbühne. Ab dem 07. Oktober treten die vier Sea Girls dann ihre nächste ausverkaufte Tournee durch Großbritannien an, in deren Rahmen auch ihr bislang größtes Headliner-Konzert in der Brixton Academy (am 15. Oktober) ansteht. 

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