Künstlerinformationen

Garbage

Single: "No Gods No Masters"
Album: "No Gods No Masters" VÖ: 11.06.21

BMG Rights Management

"Dies ist unsere siebte Platte – sie spiegelt auf signifikante Weise den großen Einfluss, den Numerologie auf die DNA des Inhalts genommen hat, wider: die sieben Tugenden, die sieben Leiden und die sieben Todsünden", sagt Garbage-Frontfrau Shirley Manson über das ungestüme neue Album „No Gods No Masters“ und dessen Irrungen und Wirrung vom Kapitalismus und Lust hin zu Verlust und Leid. „Es ist unser Versuch, einen Sinn darin zu finden, wie irre und verrückt die Welt geworden ist und in welch unglaublichem Chaos wir uns befinden. Es ist die Platte, von der wir das Gefühl hatten, dass wir sie exakt zu diesem Zeitpunkt machen mussten."


Seit der Veröffentlichung ihres nach sich selbst benannten Debütalbums im Jahr 1995 haben Garbage musikalisch einen einzigartigen Weg eingeschlagen, der ihnen neben großer Anerkennung von den Kritikern auch massenweise Hits sowie insgesamt sieben GRAMMY-Nominierungen und 17 Millionen verkaufte Alben einbrachte.


„No Gods No Masters“ ist ein großes, mutiges und zugleich wütendes Album – offenkundig politisch und sozial aufgeladen in einer Art und Weise, wie man die Band bisher noch nicht kannte. Die Songs berühren Themen, die von globalen Unruhen und dem fortschreitenden Klimawandel ("The Men Who Rule The World") über die Black Lives Matter-Bewegung ("Waiting For God") bis hin zur Me Too-Thematik, Sexismus und Misogynie reichen.


„Ich hatte das sehr präsente Gefühl, dass wir Menschen wirklich aufpassen müssen", sagt Manson, eine einzigartige Künstlerin, die mit ihrem Können und ihrer Offenheit zu einer echten Größe und Kraft avancierte, seit sie vor über drei Jahrzehnten begann, Musik zu machen und zu einer Ikone wurde, die auch heute noch die neueste Generation von Musikern beeinflusst. „Wir tourten gerade um die Welt als ich plötzlich bemerkte, wie Rassismus und Faschismus auf erschreckende und beängstigende Weise zunahmen. Und natürlich nahm ich auch sehr bewusst wahr, was in Großbritannien mit dem Brexit und in Amerika mit Trump passierte. Ich war also aufs Höchste alarmiert und hatte das dringende Gefühl, dass sich all das auf irgendeine Weise auf dem neuen Album wiederfinden musste. Wir konnten zu diesem Zeitpunkt nicht einfach nur so dasitzen und eine Party-Platte machen.“


Ihre Bandkollegen Duke Erikson, Steve Marker und Butch Vig waren damit völlig einverstanden. „Wir waren noch nie eine politische Band, zumindest was unsere Musik betrifft", sagt Erikson. „Aber das Geschehen in den letzten vier Jahren war so intensiv und alles verzehrend geworden, dass wir es nicht einfach ignorieren konnten."


Das Ergebnis ist der perfekte Soundtrack für diese belastende Zeit – von einer Band, die mit ihrem einzigartigen Sound seit nunmehr fast 30 Jahren ein deutliches Markenzeichen setzt. Es ist eine Platte, die nur aus der Vertrautheit und engen persönlichen Beziehung zwischen Musikern heraus entstehen kann, die über die Jahre einer gemeinsamen Bandgeschichte miteinander gereift und gewachsen sind. Wie die Autoren der Lost Generation haben sie die Kunst als Stilmittel gewählt, um einer Welt in Aufruhr einen Sinn zu geben.


Fragt man die vier Bandmitglieder von Garbage nach dem Geheimnis ihrer Langlebigkeit, bekommt man vier ganz unterschiedliche Antworten. Und dennoch gibt es gemeinsame verbindende Themen, die sich wie ein roter Faden durch die verschiedenen Theorien der Musiker ziehen: Liebe, Humor, Freundlichkeit, der Raum, man selbst sein zu können und, wie Marker witzelt, "viel Wein".


Das Grundprinzip, nach dem das Bandgefüge funktioniert, ist wirklich in jeder Sekunde von „No Gods No Masters“ deutlich zu spüren: Alchemie. Niemand macht Musik wie diese Vier wenn sie aufeinandertreffen und sie brauchen sich alle gegenseitig, um dies tun zu können.
„Jedes Mal wenn wir eine neue Platte aufnehmen, muss ich mich kneifen, weil es immer noch so beeindruckend für mich ist, welch unglaublich große kreative Bandbreite an Möglichkeiten uns schon immer durch und mit Garbage geboten worden ist“, sagt Vig, der bereits in den 80er Jahren mit seinen Kollegen Erikson und Marker aus dem Mittleren Westen musikalisch zusammenarbeitete, bevor sie 1994 die Schottin Manson einluden, sich ihrem Zirkus anzuschließen. „Es fällt mir wirklich schwer, unseren Sound in Worte zu fassen, vor allem, weil es so ein weites Spektrum ist - Electronica, Punkrock, orchestrale Musik, Popsongs und fuzzige Gitarrenriffs. Wir haben all das miteinander vermischt, so dass wir niemals eine nur eindimensional klingende Band waren.


So finden wir wehleidige Klagen („Waiting For God") und angstvolle Geständnisse („Uncomfortably Me"), romantische Vergeltung („A Woman Destroyed") und Songs mit einem Augenzwinkern („Godhead"). Einige der raffiniertesten Melodien und durchdringendsten Vocals, die Manson je auf Band gebannt hat, wirbeln über die kompliziertesten, aber auch fesselndsten Schichten architektonischer Klanglandschaften hinweg, die die Band je gebaut hat. Kurz gesagt, es ist Garbage, die auch dieses Mal ihre ganz eigene Art von Magie praktizieren, die beim Zusammentreffen von vier Köpfen aus zwei Kontinenten ihre einzigartige Sensibilität manifestiert, die seit 1995 gleichermaßen ikonisch als auch einzigartig geworden ist.


Die Saat dafür wurde bereits im Sommer 2018 in der Wüste in Palm Springs gesteckt. Das Quartett traf sich dort in einem Haus von Markers Verwandten und skizzierte zwei Wochen lang das Grundgerüst des Albums - jammte, experimentierte und tastete sich so an die Songs heran. Anschließend ging man getrennte Wege, nahm diese Demos mit und bastelte ein bisschen allein für sich daran herum bevor man sich dann im Studio von Billy Bush, dem Tontechniker (und Ehemann von Manson) in Los Angeles wiedertraf. „Unser letzter gemeinsamer Aufnahmetag zusammen als Band war der 15. März 2020, das war kurz bevor wir in den Lockdown gingen", erinnert sich Vig. Es ist fast ein bisschen unheimlich, bemerkt er, dass bestimmte Texte die Pandemie vorwegzunehmen oder auch die später im Jahr 2020 folgenden sozialen Unruhen kommentieren zu scheinen - obwohl die Songs natürlich vor beiden Ereignissen geschrieben wurden. „Als ich mir die Platte anhörte, während wir sie abmischten, dachte ich: ‚Wow, das ist irgendwie genau jetzt'", erklärt Vig, immer noch ein bisschen ungläubig über die Voraussicht der Band.


Die vier Bandmitglieder brennen förmlich darauf, auf die Bühne zurückzukehren, um „No Gods No Masters“ live zu testen. Und das, obwohl sie in echter Garbage-Manier so viele Schichten und Texturen in die Songs gepackt haben, dass sie nun erst einmal sehen müssen, wie man es live auf die Bühne bringen kann. „Ich bin wirklich froh, dass es jetzt herauskommt, weil ich das Gefühl habe, dass das Album sehr viel über die Welt aussagt, in der wir im Moment leben", sagt Vig. „Ich wünschte, wir könnten sofort mit dem Touren beginnen, wenn die Platte erscheint."


Die Band fühlt sich durch „No Gods No Masters“ neu belebt. „Es ist eine Platte, die ich einfach machen musste", erklärt Manson. „Und ich kann nicht sagen, dass ich das bei jeder Platte, die wir je gemacht haben, immer so empfunden habe. Dieses Mal war ich wirklich klar in meiner Absicht und meinem Ziel. Und darauf bin ich sehr stolz. Es ist eine komplexe Platte. Gott allein weiß, was die Fans denken werden, aber für mich persönlich war die Arbeit daran ungemein befriedigend."

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